Früher Brustkrebs

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  • Brustkrebs – Was ist das überhaupt?

  • Wie entsteht diese Krankheit?

  • Welche Früherkennungs-, Diagnose- und Therapiemöglichkeiten stehen zur Verfügung?

Mit Antworten auf diese und weitere Fragen möchten wir Ihnen helfen, egal, ob Sie selbst betroffen sind, sich vorsorglich informieren oder einer Brustkrebspatientin / einem Brustkrebspatienten sehr nahe stehen.

Was könnten Anzeichen für eine Brustkrebserkrankung sein?

  • Eine ungewöhnliche Vergrößerung einer oder beider Brüste.
  • Veränderung der Form einer oder beider Brüste.
  • Eine ungewöhnliche Rötung der Brust (auch ein vermeintlicher Ausschlag sollte abgeklärt werden).
  • Hauteinziehungen, auch beim Heben des Arms.
  • Dellen, Vorwölbungen, Buckel oder Beulen auf der Brust.
  • Gerötete und/oder eingezogene Brustwarzen, aus denen eventuell Flüssigkeit austritt.
  • Blutiges Sekret aus einer oder beiden Brustwarzen.
  • Ein schmerzloser, tastbarer Knoten in der Brust und/oder in der Achselhöhle.
  • Hautveränderungen, die an dicke Orangenschalen erinnern oder ein geschwollener Oberarm.
  • Zwei weibliche Familienmitglieder mit Brust- oder Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom), von denen mindestens eine vor dem 50. Lebensjahr erkrankt ist
  • Eine Verwandte ersten Grades (Mutter oder Schwester) mit einseitigem Mammakarzinom (Brustkrebs) vor dem 30. Lebensjahr
  • Eine Verwandte ersten Grades mit beidseitigem Mammakarzinom vor dem 40. Lebensjahr
  • Eine Verwandte ersten Grades mit Ovarialkarzinom vor dem 40. Lebensjahr
  • Ein männlicher Verwandter mit Mammakarzinom

 

Wenn Sie meinen, dass eines  dieser  Merkmale auf Sie zutrifft, besprechen Sie bitte mit Ihrer Frauenärztin / Ihrem Frauenarzt, ob es für Sie sinnvoll wäre, sich in einer Klinik beraten zu lassen.

Weiterführende Informationen zum Thema genetischer und familiärer Brustkrebs finden Sie hier.

Ein Knoten in meiner Brust - Sie oder ihre Ärztin/Ihr Arzt haben eine Veränderung entdeckt

Hier finden Sie einige Informationen und Fragen, die Sie ihren Ärzten stellen sollten.

Sie sollten nun dringend eine gute Mammographie machen lassen. Fragen Sie in der radiologischen Praxis nach, ob dort die Zahl von ca. 4.000 – 5.000 Mammographien pro Jahr und Arzt erreicht wird und ob ein zweiter Arzt die Mammographie ebenfalls befundet.

Zur zusätzlichen Abklärung sollte auch noch ein Ultraschall gemacht werden. Kann hierbei nicht eindeutig abgeklärt werden, ob die Veränderung gutartig ist, dann gehen Sie bitte in ein zertifiziertes Brustzentrum. Dort sollten zwischen 100 und 150 Neuerkrankungen pro Jahr behandelt werden und die medizinischen Fachabteilungen sollten interdisziplinär zusammenarbeiten. Nur so ist eine qualifizierte Abklärung und Behandlung gewährleistet. (Im Rahmen des Mammographiescreenings, einer Reihenuntersuchung per Mammographie bei gesunden Frauen zwischen 50 und 69 Jahren sind diese Voraussetzungen Standard.)

Lassen Sie sich den Knoten nicht auf die Schnelle herausnehmen, denn bei Bösartigkeit benötigen Sie eine individuell zugeschnittene Behandlung, die nur zertifizierte Brustzentren anbieten und für die auch andere Fachabteilungen hinzugezogen werden. Möglicherweise kommt auch eine Therapie vor der Operation für Sie in Frage.

Vor einer Therapie und Operation sollte durch eine Vakuumstanzbiopsie abgeklärt werden, ob der Tumor bösartig ist und welche Tumoreigenschaften (Tumorbiologie) er besitzt.

Lassen Sie sich die verschiedenen operativen Vorgehensweisen genau erklären (brusterhaltend, Brustentfernung, Wiederaufbau mit Fremd- oder Eigengewebe), holen Sie auch hier eine zweite Meinung ein.

Diese Diagnose ist für jeden Menschen ein Schock.

Viele Patientinnen und Patienten fühlen sich im ersten Augenblick wie gelähmt. Danach schießen viele Fragen durch den Kopf: über die Krankheit, die Therapie und die damit verbundenen Chancen und Risiken.

Verlieren Sie nicht den Mut und sprechen Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt über das, was Sie bewegt.

Vielleicht sind Sie im Moment verunsichert und nicht in der Lage, Ihre Gedanken zu ordnen. Wir möchten Sie dabei unterstützen, sich gezielt über Ihre Therapie zu informieren. Ihr Wissen wird Ihnen helfen, Ihre Kräfte zu sammeln und wirksam im Kampf gegen die Krankheit einzusetzen.

Gerne können Sie sich mit Fragen an uns wenden (alle Informationen finden Sie auf unserer Homepage unter Informationen und Angebote). Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über die häufigsten gestellten Fragen von Patientinnen und Patienten.

  • Wie viele Brustkrebsoperationen macht der behandelnde Arzt pro Jahr?
  • Wie groß sind meine Chancen, geheilt zu werden?
  • Welche Therapiemöglichkeiten gibt es und welche sind für mich geeignet?
  • Kommt für mich schon vor der OP eine Therapie in Frage?
  • Wie lange dauert die Therapie, wo und wie oft findet sie statt?
  • Wie läuft die Therapie genau ab, was passiert dabei?
  • Wird mich die Therapie stark in meinem täglichen Leben beeinträchtigen?
  • Muss ich zur Therapie ins Krankenhaus?
  • Woran erkennt man, ob die Therapie wirkt?
  • Kann ich an einer Studie teilnehmen?
  • Was sind mögliche Nebenwirkungen meiner Chemotherapie / Antihormontherapie / Antikörpertherapie / Immuntherapie oder sonstigen Therapie?
  • Sind diese Nebenwirkungen gefährlich?
  • Wann setzen diese ein und wie lange dauern sie an?
  • Wie kann ich mich vor ihnen schützen?
  • Gibt es Möglichkeiten, manche Nebenwirkungen der Therapie zu behandeln?
  • Leidet mein Immunsystem unter der Therapie?

WICHTIG

Sie haben Zeit, sich eine zweite Meinung einzuholen.

Nutzen Sie diese Tage, um sich mit der neuen, schwierigen Situation auseinander zu setzen und erkundigen Sie sich, ob andere Häuser anders vorgehen würden.

Stellen Sie so viele Fragen, wie Sie benötigen, um sich ein genaues Bild Ihrer Therapie machen zu können.

Erst dann müssen Sie sich entscheiden.

Ein Knoten in meiner Brust

Sie oder ihre Ärztin/Ihr Arzt haben eine Veränderung in Ihrer Brust entdeckt. Wie geht es nun weiter? 
Hier finden Sie einige Informationen und Fragen, die Sie ihren Ärzten stellen sollten.

Meinen Befund verstehen

Der Weg zu meiner Therapieentscheidung.

„Früher Brustkrebs: Behandlungsoptionen.“ Ein Interview mit Prof. Albert und Prof. Fasching.

„Brustkrebs: Wann ist welcher Test sinnvoll?“ Ein Interview mit unserem Beirat Prof. Lux.

„HER2-positiver (HER+), früher Brustkrebs.“ Ein Interview mit unserer Beirätin Prof. Harbeck

„Ergebnisse der WSG ADAPT HR+/HER2- Studie. Eine kurze präoperative Antihormontherapie als weitere Chance, um eine Chemotherapie zu vermeiden.“ Ein Interview mit unserer Beirätin Prof. Harbeck.

„Früher Brustkrebs: Antihormonelle Therapie junger Frauen.“ Ein Interview mit unserem Beirat Dr. Kahlert

„Früher Brustkrebs: Antihormonelle Therapie nach den Wechseljahren.“ Ein Interview mit unserem Beirat Dr. Kahlert

„Früher Brustkrebs neoadjuvant: Talazoparib bei triple-negativer (TNBC) BRCA 1/2 Keimbahnmutation.“ Ein Interview mit unserer Beirätin Prof. Ditsch.

„Supportive Therapie und Nebenwirkungsmanagement.“ Ein Interview mit Prof. Albert und unserem Beirat Prof. Müller

Empfehlungen gynäkologische Onkologie Kommission Mamma

Hier können Sie den neuen Patientenratgeber zu den AGO-Empfehlungen 2021 herunterladen

Patientenratgeber zu den AGO-Empfehlungen 2021

Brustkrebs Deutschland e.V. bedankt sich ganz herzlich bei unseren Beiräten Prof. Dr. Wolfgang Janni (Ärztlicher Direktor der Frauenklinik, Universitätsklinikum Ulm) und Prof. Dr. Volkmar Müller (Stellvertr. Klinikdirektor, Leiter konservative gynäkologische Onkologie, Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf) sowie bei der Kommission Mamma der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO).

Brustkrebs - eine Krankheit mit vielen Gesichtern

Die Forschung der letzten Jahrzehnte hat gezeigt, dass es sich bei Brustkrebs nicht um eine einzelne, immer gleich verlaufende Erkrankung handelt. Vielmehr dürfen wir heute davon ausgehen, dass Brustkrebs eine vielseitige Erkrankung mit verschiedenen Untergruppen darstellt.

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Autorin: PD Dr. med. B. Ataseven 
(Klinik für Gynäkologie & Gynäkologische Onkologie, Kliniken Essen-Mitte)

Dieser Artikel ist erschienen in der  „Mamma Mia! Tumor ist nicht gleich Tumor“.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei „Mamma Mia! – Das Brustkrebsmagazin“ sowie bei Fr. Eva-Schumacher-Wulf (Mitglied unseres Beirats) dafür, dass uns dieser Text kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde.