15. Juni 2026
ESMO Breast Cancer 2026
Renate Haidinger hat auf dem ESMO Breast Cancer Kongress 2026 hochinteressante Themen aufgegriffen und mit Professorinnen und Professoren aus dem ärztlichen Beirat in fünf Videointerviews besprochen. Diese finden Sie im Beitrag und auf unserem YouTube Kanal.
Wir danken den Expertinnen und Experten für Ihre Unterstützung.
Alle Interviews zum Kongress und viele weitere informative Videos stehen Ihnen auf unserem YouTube-Kanal zur Verfügung. Abonnieren Sie am Besten gleich unseren YouTube-Kanal www.youtube.com/@brustkrebsdeutschlan, dann werden Sie automatisch über neue Videos informiert.
ESMO Breast 2026: „Metastasierter Brustkrebs: Wie stelle ich mich auf eine neue Therapie ein?“. Ein Interview mit Eva Schumacher-Wulf (Chefredaktion Mamma Mia! Das Brustkrebsmagazin) (Renate Haidinger für Brustkrebs Deutschland e.V.). Wenn der Brustkrebs voranschreitet Eva Schumacher-Wulf spricht darüber, wie sie damit umgeht, wenn eine Therapie nicht mehr wirkt und ihre metastasierte Erkrankung voranschreitet (sie einen Progress hat). Wie groß ist die Enttäuschung, macht es ihr Angst oder gibt es Strategien damit umzugehen? Was kommt als nächste Therapie? Lässt sich das vorausplanen? Wie geht sie mit den neuen Nebenwirkungen um? Kann die Dosis bei zu starken Nebenwirkungen verändert werden? Das offene Gespräch und die Planung zusammen mit ihrem Behandlungsteam ist hier von großer Bedeutung.
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Mehr InformationenESMO Breast 2026: Wie individualisieren wir die Therapie beim HER2-positiven,frühen Brustkrebs?
„Wie individualisieren wir die Therapie beim HER2-positiven, frühen Brustkrebs?“. Ein Interview mit Prof. Nadia Harbeck, München (Renate Haidinger für Brustkrebs Deutschland e.V.). Prof. Harbeck spricht in diesem Videointerview darüber, wie sich die Therapie vom HER2-positiven Brustkrebs in der frühen Erkrankung noch besser auf die einzelne Patientin abstimmen lässt. In den meisten Fällen wird bereits vor der Operation behandelt, um dann zu sehen, wie gut der Tumor auf die Therapie angesprochen hat um eventuell im Anschluss an die OP noch eine weitere Therapie folgen zu lassen, falls der Tumor nicht komplett verschwunden ist (Stichwort: pCR = pathologische Komplettremission). Welche Faktoren sind wichtig für die Entscheidung, welche Therapie wann erfolgen sollte? Nun gibt es Daten für Trastuzumab Deruxtecan, dass es sowohl vor der Operation eingesetzt werden könnte (neoadjuvant) als auch danach (post-neoadjuvant). Welche Strategie ist besser?
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Mehr InformationenESMO Breast 2026: Brustkrebs: Gibt es heute häufiger Hirnmetastasen? Wie werden sie behandelt?
„Gibt es heute häufiger Hirnmetastasen bei Brustkrebspatientinnen und -patienten? Wie werden sie behandelt?“. Ein Interview mit Prof. Rupert Bartsch (Renate Haidinger für Brustkrebs Deutschland e.V.). Darüber sprach Renate Haidinger, 1. Vorsitzende von Brustkrebs Deutschland e.V. mit Prof. Rupert Bartsch aus Wien beim ESMO Breast Cancer 2026. Es gibt heute häufiger Hirnmetastasen, was zum größten Teil daran liegt, dass Brustkrebspatientinnen und – patienten inzwischen länger leben als noch vor 10-20 Jahren und daher überhaupt die Metastasierung (Fernabsiedelung der ursprünglichen Erkrankung) in das Gehirn erleben. Klingt einerseits gut, dass sich die Lebenszeit verlängert hat, aber ist auch ein Gebiet im Körper, wo es früher gar keine Therapien gab. Inzwischen gibt es eine ganze Reihe kleiner Moleküle (small molecules), die durch die Blut-Hirnschranke kommen und diese Metastasen behandeln können. Allen voran sind es die Tyrosinkinasehemmer, wie z.B. Lapatinib, Neratinib und Tucatinib. Auch das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat TDXd (Trastuzumab Deruxtecan), welches beim HER2-positiven Brustkrebs eingesetzt werden kann, aber auch beim triple-negativen Brustkrebs bei niedriger Her2 Expression und beim hormonrezeptor-positiven Brustkrebs Datopotamab Deruxtrecan und auch Abemaciclib. Zur Zeit gibt es einige Studien mit neuen Substanzen, die wie einige der bereits genannten Substanzen sowohl einen Schutz gegen das Auftreten von Hirnmetastasen bieten sollen, als auch bei bereits aufgetretenen Hirnmetastasen erprobt werden. Bei Patientinnen und Patientin mit einer PIK3Ca Mutation gibt es auch Medikamente, die durch die Blut-Hirnschranke kommen.
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Mehr InformationenESMO Breast 2026: Kann bei HER2-positivem, frühen Brustkrebs auf Chemotherapie verzichtet werden?
„Kann bei HER2-positivem, frühen Brustkrebs die Therapie de-eskaliert werden?“. Ein Interview mit PD Dr. Mattea Reinisch (Renate Haidinger für Brustkrebs Deutschland e.V.). Beim ESMO Breast Cancer 2026 sprach Renate Haidinger mit Frau PD Dr. Mattea Reinisch aus Mannheim über die Ergebnisse der PHERGain Studie und der PHERGain 2 Studie Bei der ersten PHERGain Studie wurden die Patientinnen mit HER2-positivem Brustkrebs (HER2 3+ oder HER2 2+ und -ish-positiv) mit einem Tumor unter 2cm und keinem Lymphknotenbefall in zwei Gruppen aufgeteilt für eine neoadjuvante Behandlung (vor der Operation). Der Kontrollarm erhielt Chemotherapie und als Anti-Her2-Therapie Trastuzumab und Pertuzumab. Die andere Hälfte der Patentinnen bekamen ein PET-CT und erhielten zweimal (2 Zyklen) Trastuzumab und Pertuzumab (ohne Chemotherapie). Dann wurde wieder ein PET-CT gemacht und diejenigen, deren Tumoren gut auf die Therapie ansprachen erhielten bis zur Operation weiterhin „nur“ die zwei Anti-HER2-Wirkstoffe Trastuzumab und Pertuzumab. Die anderen Patientinnen, deren Tumor nicht so gut angesprochen hatten, erhielten nun zusätzlich Chemotherapie. Bei den 3-Jahresdaten zeigte sich bei den Patientinnen, die keine Chemotherapie erhalten hatten, dass 95 % weiterhin ohne Tumornachweis waren und nach 5 Jahren immer noch 90 %. Da das PET-CT im klinischen Alltag schwer durchzuführen ist und auch mit einer relativ hohen Strahlenbelastung verbunden sind (PET-CT ist auch keine Kassenleistung) hat man das Vorgehen bei der PHERGain 2 Studie geändert. Hier wurden nur Patentinnen eingeschlossen, die einen HER2 3+ (dreifach positiv) Tumor hatten. Diese bekamen am Anfang und später ein MRT als Kontrolle und es zeigte sich bei der Operation, dass 60% eine pCR (pathologische Komplettremission = keine Tumorzellen im entnommenen Gewebe) hatten. Die weiteren Daten zu dieser Studie lagen jetzt noch nicht vor.
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Mehr InformationenESMO Breast 2026: Neuer Therapieansatz beim frühen, triplepositiven Brustkrebs – GeparPiPPa-Studie
„Neuer Therapieansatz beim frühen, triplepositiven Brustkrebs – GeparPiPPa-Studie“. Ein Interview mit PD Dr. Mattea Reinisch (Renate Haidinger für Brustkrebs Deutschland e.V.). De-Eskalationsstudie GeparPiPPa beim HER2-positiven und hormonrezeptor-positiven Brustkrebs mit einer PIK3CA Mutation (sie ist noch offen und man kann daran teilnehmen). Beim ESMO Breast Cancer sprach Renate Haidinger, 1. Vorsitzende von Brustkrebs Deutschland e.V. mit Frau PD Dr. Mattea Reinisch zur noch offenen Studie GeparPiPPa. Bei dieser Studie wird geschaut, ob beim oben genannten frühen Brustkrebs bei der neoadjuvanten Gabe (vor der Operation) auf die Chemotherapie ganz verzichtet werden kann. Die Patientinnen und Patienten bekommen entweder die Anti-HER2-Therapie mit Trastuzumab und Pertuzumab (als Spritze = Phesgo) plus oder zusätzlich noch den PIK3CA Hemmer Inavolisib dazu. Hierfür muss auf die PIK3CA Mutation getestet werden und sie muss nachgewiesen sein. Frau PD Dr. Reinisch hatte beim ESMO Breast Cancer ein wissenschaftliches Poster zu dieser neuen Kombination, bei dem die Nebenwirkungen der Kombination angeschaut wurden. Zu den drei Substanzen gab es keine neuen Nebenwirkungen zu den bereits bekannten. Diese waren z.B. Hautausschlag, Durchfall und Hyperglykämie (Überzuckerung). Diese Studie wird von der GBG (German Breast Group) geleitet, aber Sie können auch in Ihrem zertifizierten Brustzentrum fragen, ob eine Teilnahme für Sie möglich ist. Wichtig ist VOR der Therapie, dass diese PIK3CA Mutation getestet wird und wenn sie nachgewiesen werden konnte und Ihr Tumor außerdem noch HER2 3+ ist und zusätzlich hormonrezeptor-positiv, könnten Sie teilnehmen.
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Mehr InformationenDiese Videos ersetzen keinesfalls ein ärztliches Gespräch. Der Besuch bei einem Arzt zu einem qualifizierten Beratungsgespräch wird stets empfohlen. Ein Ratschlag oder eine persönliche Meinung sollte, bevor Sie diese in Ihre Entscheidungen einfließen lassen, grundsätzlich mit Ihrem Arzt besprochen werden. Bei Fragen zur Behandlung, Therapie und bei allgemeinen Fragen, wenden Sie sich bitte an Ihren behandelnden Arzt und/oder zusätzlich an unseren Verein.