Tipp der Woche: Impact Training gegen Knochenabbau

13. Oktober 2026

Brustkrebspatienten leiden oft unter einer großen Zahl von Therapienebenwirkungen.

Bei Patientinnen und Patienten unter antihormoneller Therapie ist der Knochenabbau bzw. Knochendichteverlust häufig ein sehr belastender Faktor.

Doch einzelne Studien belegen inzwischen, dass durch Krafttraining in Verbindung mit Impact-Training (gezielte Sprung- und Stampfübungen) der Knochendichteverlust abgemildert oder Knochendichte sogar wieder aufgebaut werden kann. Dabei werden durch kurze, stoßartige Bewegungen Reize gesetzt, die den Aufbau neuer Knochensubstanz fördern. Um einen messbaren Effekt zu erzielen, sollten Sie zwei- bis dreimal pro Woche über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten trainieren, am besten dauerhaft.

Quelle: Video „Bewegung bei Brustkrebs“; Brustkrebs Deutschland e.V.

Das ist dabei zu beachten:

  • Sprechen Sie vor Trainingsbeginn unbedingt mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin und klären Sie ab, ob bei Ihnen ein sehr hohes Bruchrisiko vorliegt.
  • Starten Sie sanft! Bei hoher Bruchgefahr und zu Beginn des Trainings sollten Sie harte Sprünge vermeiden.
  • Das Training muss immer schmerzfrei sein. Bei evtl. Beschwerden muss die entsprechende Übung sofort gestoppt werden.


Diese Übungen können Ihnen helfen und lassen sich gut im Alltag durchführen:

  • Sanfte Sprünge
  • Heel Drops (auf die Zehenspitzen stellen und abrupt auf die Fersen fallen lassen)
  • Leichte Kniebeugen mit kleinem Sprung
  • Zügiges Gehen auf festem Untergrund
  • Auf die unterste Treppenstufe stellen, am Geländer festhalten und herunterspringen. 30 Sekunden warten und 3-5 Mal wiederholen.


Weiterführende Informationen rund um das Thema Bewegung finden Sie in den Broschüren „Aktiv trotz Brustkrebs“ und „Bewegung bei Brustkrebs“

Quellen:
https://netzwerk-onkoaktiv.de/fuer-betroffene/therapienebenwirkungen/
https://www.orthoinfo.org/staying-healthy/exercise-and-bone-health/
https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Bewegung-schuetzt-vor-Folgen-einer-Hormontherapie-bei-Krebs-224244.html