19. Juni 2026
Der 45. Senologiekongress (SENO 2026) fand vom 11. bis 13. Juni 2026 im Internationalen Congress Center München (ICM) München statt. Das Symposium befasst sich mit der Erforschung, Diagnostik und Behandlung von Brusterkrankungen (insbesondere Brustkrebs) und richtet sich an Gynäkologen, Onkologen, Radiologen, Pathologen, Pflegekräfte und andere medizinische Fachkräfte.
Renate Haidinger von Brustkrebs Deutschland e.V. hat für Sie Videointerviews zu interessanten Themen geführt, die für Sie in diesem Beitrag oder auf unserem YouTube-Kanal zur Verfügung stehen.
Folgende Themen wurden besprochen:
- Metastasierter Brustkrebs: HER2-positiv und Hormonrezeptor-positiv / Dr. Ingo Bauerfeind
- WAVES Studie zur Versorgungssituation bei Brustkrebs / Prof. Nina Ditsch
- Wichtige Biomarker bei Brustkrebs / Prof. Annette Lebeau
- Weniger Therapie bei Knochenmetastasen möglich? / Prof. Andreas Hartkopf
Freuen Sie sich auf spannende Einblicke!
„Metastasierter Brustkrebs: HER2-positiv und Hormonrezeptor-positiv“.
Ein Interview mit Dr. Ingo Bauerfeind, Chefarzt der Frauenklinik, Klinikum Landshut (LA-Regio Kliniken) und Renate Haidinger für Brustkrebs Deutschland e.V.
Beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Senologie, sprachen Herr Dr. Bauerfeind (2. Vorsitzender von Brustkrebs Deutschland e.V.) und Renate Haidinger über Fortschritte, die bei der Behandlung des HER2-positiven Brustkrebs erreicht wurden. Die Anti-Her2-Therapien begannen mit dem Antikörper Trastuzumab und inzwischen gibt es zahlreiche weitere Therapiemöglichkeiten, z.B. auch mit dem Antikörper-Wirkstoff- Konjugat Trastuzumab Deruxtecan. Nach der Diagnose metastasierter Brustkrebs werden zuerst Chemotherapie plus Anti-Her2-Therapie gegeben. Das können Chemotherapie plus Trastuzumab plus Pertuzumab sein oder z.B. Trastuzumab Deruxtecan (hier sind Chemo und Trastuzumab miteinander verbunden) plus Pertuzumab. Da es wegen der Nebenwirkungen häufig nicht möglich ist, diese Therapien bis zum Voranschreiten der Erkrankung zu geben, gibt es auch die Möglichkeit einer Erhaltungstherapie. Diese unterscheidet sich zwischen dem HER2-positiven metastasierten Brustkrebs mit oder ohne Hormonrezeptoren.
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Mehr Informationen„WAVES Studie zur Versorgungssituation bei Brustkrebs“.
Ein Interview mit Prof. Nina Ditsch, Leiterin Brustzentrum Universitätsfrauenklinik Augsburg, und Renate Haidinger für Brustkrebs Deutschland e.V.
Beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Senologie sprachen Frau Prof. Nina Ditsch und Renate Haidinger über die überaus erfolgreiche WAVES-Studie (Wechselseitiger Patienten-Arzt-Austausch in der Versorgung bei Brustkrebs mit dem Ziel der gemeinsamen Erarbeitung neuer patientenorientierter Strukturen), die vom BZKF (Bayerisches Zentrum für Krebsforschung) finanziert wird. Von Anfang an wurden auch viele Patientenvertreterinnen in die Entwicklung der Fragebögen mit einbezogen. Ziel der Studie ist, die Versorgung von Brustkrebspatientinnen und -patienten zu verbessern. Es gibt auch immer noch die Möglichkeit an dieser Studie teilzunehmen. Nach Auswertung von über 3.000 Fragebögen zeigt sich ganz deutlich, dass die Kommunikation äußerst wichtig ist und vor allem auch die Zeit, die für das Arzt-Patientengespräch aufgewendet wird. Frau Prof. Ditsch berichtet auch über neue Projekte, die aus der WAVES-Studie entstanden sind bzw. gerade entstehen. Zur Studie:
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Mehr Informationen„Wichtige Biomarker bei Brustkrebs“.
Ein Interview mit Prof. Annette Lebeau, Oberärztin Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut für Pathologie, und Renate Haidinger für Brustkrebs Deutschland e.V.
Biomarker sind entscheidend für die Brustkrebstherapie. Prof. Lebeau stellt in diesem Interview mit Renate Haidinger klar, dass Biomarker, also die biologischen Eigenschaften eines Tumors, darüber entscheiden, welche Therapiemöglichkeiten es gibt und welche individualisiert für einzelne Patientinnen oder Patienten empfohlen werden. Grundvoraussetzung dafür ist, dass die Biomarker auch getestet werden. Das trifft sowohl beim frühen Brustkrebs zu als auch beim metastasierten Brustkrebs. Allen voran sind es die schon lange bekannten Marker, wie Östrogenrezeptor und Progesteronrezeptor (Hormonrezeptoren) und der HER2-Rezeptor. Welche weiteren Biomarker es gibt und was ihre Besonderheiten sind führt Frau Prof. Lebeau hier aus.
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Mehr Informationen„Weniger Therapie bei Knochenmetastasen möglich?“
Ein Interview mit Prof. Andreas Hartkopf, Medizinischer Direktor Forschungsinstitut für Frauengesundheit, Leitung medikamentöse Tumortherapie, und Renate Haidinger für Brustkrebs Deutschland e.V.
Prof. Hartkopf berichtet in diesem Interview mit Renate Haidinger, dass die REDUSE Studie aus der Schweiz gezeigt hat, dass es ausreicht, Patientinnen und Patienten mit Knochenmetastasen das Medikament Denosumab (XGeva) alle drei Monate zu geben (eine Spritze unter die Haut) und nicht mehr monatlich. Nur ganz am Anfang der Therapie sollte es laut der Studie weiterhin monatlich gegeben werden. Das ist eine wunderbare Nachricht für Betroffene in dieser Situation, dass die Therapie de-eskaliert werden kann.
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Mehr InformationenDiese Videos ersetzen keinesfalls ein ärztliches Gespräch. Der Besuch bei einem Arzt zu einem qualifizierten Beratungsgespräch wird stets empfohlen. Ein Ratschlag oder eine persönliche Meinung sollte, bevor Sie diese in Ihre Entscheidungen einfließen lassen, grundsätzlich mit Ihrem Arzt besprochen werden. Bei Fragen zur Behandlung, Therapie und bei allgemeinen Fragen, wenden Sie sich bitte an Ihren behandelnden Arzt und/oder zusätzlich an unseren Verein.