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Covid-19-Schutzimpfung bei Patienten mit Krebserkrankungen

Covid-19-Schutzimpfung bei Patienten mit Krebserkrankungen published on

Brustkrebs Deutschland e.V. schließt sich den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie an und fordert die STIKO und das BMG auf, den unten genannten Gruppen eine höhere Priorisierung für die COVID-19-Schutzimpfungen einzuräumen.

Die Covid-19-Schutzimpfungen sind derzeit das Thema Nummer 1 und gerade auch für Krebs-Patienten von besonderem Interesse. Da die Verfügbarkeit von Impfstoffen derzeit noch begrenzt ist, haben die Ständige Impfkommission (STIKO) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) eine Priorisierung für die Verteilung vorgenommen. Nach dem derzeitigen Stand der Diskussion ist für Krebspatient*innen die Impfung in der 3. Stufe (moderate Priorität) vorgesehen.

Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie gibt deshalb folgende Empfehlungen für die Impfung von Patienten und Gesundheitspersonal:

  • Impfangebot für Personen mit einem erhöhten Infektionsrisiko, für Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19, für Personen mit einem erhöhten Sterberisiko sowie deren enge Kontaktpersonen, wie z.B.
    • Patienten mit akuten und chronischen Leukämien, malignen Lymphomen und Multiplen Myelom
    • Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren, deren Erkrankung nicht in Remission ist und deren Remissionsdauer <5 Jahre beträgt sowie Patienten unter aktueller systemischer Therapie (ausgenommen ausschließlich antihormonelle Monotherapie)
    • Gesundheitspersonal im Bereich Onkologie und Hämatologie mit direkten Patientenkontakt
  • Die individuelle Entscheidung über die Impfung und den optimalen Zeitpunkt wird zwischen dem behandelnden Onkologen/Hämatologen und dem Patienten getroffen
  • Bei immunsupprimierten Patienten kann die Schutzwirkung einer Covid-19-Impfung geringer sein. Im Fall von B-Zell-Depletion oder hämatopoetischen Stammzelltransplantationen wird ein zeitlicher Abstand für die Impfung von mindestens 3 (besser >6 Monate) zur letzten Therapie empfohlen.
  • Bezüglich anderer Therapiesituationen gibt es derzeit keine spezifischen Erkenntnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe.

Die Datenbasis zur Verträglichkeit und Wirksamkeit der Covid-19-Schutzimpfungen verbreitert sich zunehmend, so dass diese Empfehlungen auch kurzfristig angepasst werden können.

(Quelle: onkopedia)

Ein Schreiben der American Cancer Society und der American Society of Clinical Oncology an das Advisory Council on Immunization Practices Centers for Disease Control noch vor Weihnachten 2020 wurde veröffentlicht, indem darauf hingewiesen wird, dass das Risiko für einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung bis hin zum Tod bei Krebspatient*innen bis doppelt so hoch sein kann, wie bei der Normalbevölkerung. Das zeigten zwei Metaanalysen, die am Ende des Briefes als Quelle angegeben werden.
 
 

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