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2015, ein ganz besonderes Jahr…

2015, ein ganz besonderes Jahr… published on
geranie2015, ein ganz besonderes Jahr… …alles fing am 18. Februar an, als ich zur Ultraschalluntersuchung gebeten wurde, nachdem mich mein Körper auf eine “komische” Wölbung auf meiner Brust aufmerksam machte. Es wurde nicht viel drumherum geredet, am gleichen Tag kam die Nadel der Biopsie im Einsatz und holte eine Gewebeprobe zur Untersuchung heraus. Eine Woche später hatte ich die Diagnose: Brustkrebs. Es waren Minuten des Schocks, die aber gleich verdrängt werden mussten, da ich an dem Nachmittag einen Sprachkurs mit Kindern geplant hatte. So zog ich das Unterhaltungsprogramm durch ohne mich aus der Ruhe bringen zu lassen… die “düsteren” Momente kamen erst im Laufe der Woche als ich wirklich realisierte, worum es eigentlich ging und dass “frau” schnell handeln sollte. Schnell ging es dann auch am 11. März weiter als ich meine erste, von drei OPs, hinter mich brachte. Drei OPs, ja genau… denn das Karzi-Monsterchen hatte noch Spuren hinterlassen und so hieß es von Mal zu Mal: “wir sind immer noch nicht im gesunden Bereich”. Drei Monate vergingen im ständigen Abwarten mit der Hoffnung, dass sich das Problem so lösen könnte, um eventuell am Ende mit ein bisschen Bestrahlungstherapie davon zu kommen. Dies war aber leider nicht der Fall. 4 Zyklen Chemo mussten noch über mich ergehen, damit ich endlich in den so erwünschten gesunden Bereich kam. Es waren erneut drei Monate “Kampf” angesagt: die Tatsache, dass ich in einem Bergdorf wohne und ich zu jeder Chemo bzw. Untersuchung eine 100 km Strecke auf mich nehmen musste, hat mir auch nicht unbedingt die Situation erleichtert. Nur wenn man vom oben erwähnten “Kampf” spricht, meine ich nicht den Kampf gegen die Krankheit, wie ihn fast jede betroffene Frau definiert, es war vielmehr ein Kampf mit mir selber, in der ständigen Konfrontation: “Wie lange kannst du noch? Wie viele Medikamente noch? Wie weit kann dein Körper dies alles ertragen?”… Ich wollte nie gegen meinen Körper ankämpfen, wie mir der erste Arzt geraten hatte, sondern ihn mir zum Verbündeten machen. Dies war vielleicht für mich die größte Stärke, die ich aufweisen konnte. Jeden Tag, auch an den schlimmsten, bedankte ich mich bei meinem Körper für den unermüdlichen Einsatz und auch für die Botschaft, die er mir geschickt hatte. Niemand spricht gerne über die offenen Baustellen im eigenen Leben. Ich war aber von Anfang an überzeugt, dass auch diese “Erfahrung” etwas Positives mit sich bringen musste und so habe ich sehr lange und sehr intensiv an mir gearbeitet, um die alten Wunden heilen zu lassen. Dies alles auch mit Hilfe der Biomeditation, parallel zur Chemo, die mir den Leidensweg enorm erleichtert hat.Meditieren gehört seit längerem zu meinem Leben dazu, noch ist das Kapitel nicht abgeschlossen, aber ich bin fest davon überzeugt, dass mein Weg der Richtige war. Das ist vielleicht die wichtigste Lektion, die ich während dieser Zeit lernen musste: Trotz des vielen Psychoterrors der ersten Monate, der ausgerechnet von Leuten kam, die mir zur Seite stehen sollten, bin ich immer meiner Intuition gefolgt und habe mich von keinem noch so “gut gemeinten” Ratschlag davon abbringen lassen das zu tun bzw. zu lassen wozu ich mich entschieden hatte. Dazu gehören sehr viel Mut, Stärke und Eigensinn. Scheinbar scheine ich diese Eigenschaften zu besitzen und deshalb ziehe ich auch noch den Rest durch, mit sehr viel Stolz im Gepäck. Ich bin fast auf dem Gipfel. Es war kein leichter Weg, aber ich bin überzeugt davon, dass diese “Erfahrungswanderung” nötig war, um eine zweite Geburt anzusteuern. Dafür danke ich heute noch und sehe mich nicht als Opfer des Schicksals. Ganz im Gegenteil… *heute, am 26.09.2016 findet meine zweite Magnet-Resonanz statt… ich weiß, dass alles gut ist und dass alles weiterhin gut bleibt. Davon bin ich überzeugt…

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