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Ein anderes Leben

Ein anderes Leben published on

Sonnenblume1. Das Entdecken

Zum Zeitpunkt des Entdeckens eines Knotens in der rechten Brust war ich 46 Jahre, verheiratet, 2 Kinder, 4 und 9 Jahre alt. Ich stand unter der Dusche, als ich es bemerkte, und entsetzt dachte: „Oh, die Drüsen sind aber ganz dick.“ Hier muss ich einfach erwähnen, dass ich gelegentlich geschwollene Milchdrüsen hatte und regelmäßig beim Arzt war. Außerdem hatte ich in dem betreffenden Jahr 20 KG abgenommen und endlich, nach 9 Jahren seit der 1. Geburt, mein Ausgangsgewicht wieder.

Nun ging alles ganz schnell. Vor lauter Angst bekam ich am selben Tag einen Termin beim Gynäkologen. Sofort erfolgte eine Ultraschalluntersuchung und Mammographie.

Knoten entdeckt= 4,5 cm.

Im Anschluss bekam ich einen Termin für die Biopsie am 06.12.2010. Meine Gyn. beteuerte immer wieder, dass sie nach den europäischen Richtlinien und auch an Tumorkonferenzen teilnehmen. „Na“ ,dachte ich, „da bist Du ja, trotz Schock, gut aufgehoben.“

Der Befund war 10.12.2010 endlich da. Alles okay, kein Krebs. Gott sei Dank!!! Der Bericht des Pathologen sagte allerdings aus, dass nicht ausreichend Gewebematerial vorhanden sei, um weitere Gewebeuntersuchungen vorzunehmen. Ich merkte, dass mein Arzt irritiert war. Er wollte eine erneute Biopsie. Danke, dachte ich nur, wie kann man 4,5 cm nicht treffen? Ich sollte einen neuen Termin in der nächsten Woche vereinbaren. Das kam gar nicht in Frage, ich m u s s t e es sofort hinter mich bringen und nicht wieder warten, warten und nochmals warten. Auf mein Drängen wurde also sofort eine erneute Biopsie durchgeführt. Das Warten auf den Befund war schrecklich. Gott sei Dank konnte ich mich mit meinen Kindern ablenken, es gab ja auch solche Zeiten, wie Duschen und Bügeln. Mein Kopf war so voll und doch so leer. Meine Angst, das Aufwachsen meiner Kinder nicht zu erleben, konnte ich kaum ertragen.

2. Der Befund

Am 14.12.2010 war das Ergebnis der 2. Biopsie da: invasives, duktales Mammakarzinom in der rechten Brust. Bösartig, aber wie sich dann später herausstellte, war wieder nicht genügend Gewebe für weitere Untersuchungen vorhanden. Der Pathologe wollte trotz wiederholter, zu geringer Tumormenge eine Hormonrezeptorbestimmung durchführen. Leider hatte mir mein Gyn. es  verschwiegen. Heute denke ich, wer gibt schon gerne zu, dass man bei 2 Versuchen einen Tumor von  4,5 cm nicht richtig trifft.

 3. „Alles auf einmal“

Meine Lymphknoten wurden per Ultraschall untersucht – nichts zu finden. Am 16.12.2010 Röntgen des Thorax, Skelett-Szintigraphie und Sonographie von Leber und Vorgespräch beim Onkologen. Keine Anzeichen von Metastasen. HURRA.

Das war ein Stress: hin- und herfahren, meine Gedanken sortieren, die Kinder durften doch nichts merken. Mein Mann war total durch den Wind, hatte sich mir gegenüber jedoch schnell wieder gefangen. Wir diskutierten zu Hause weiter. Brust ab – ja oder nein. Meine Mutter ist im Jahr 2000 an Krebs gestorben – ich hatte solche Angst zu enden wie sie – Jahre dahinsiechen?? Das wollte ich nicht. Also ging ich alleine spazieren, heulend, wütend, traurig, mit den Nerven am Ende. 2 Stunden habe ich gebraucht um mich zu sammeln und mein Entschluss stand fest!  (Dazu aber später mehr.)

Am Nachmittag des 16.12.2010 ging es wieder zum Gynäkologen. Ich sollte nun auf Grund der Größe des Tumors erstmal die Chemo machen. Mein Gyn. erläuterte, wie dann später mal operiert werden könnte. Ich war wie in Trance und hörte zu, begriff aber nichts. Nur, dass ich am nächsten Tag zu einem Onkologen sollte, neoadjuvante Chemotherapie. Der Termin war schon vereinbart: 8.00 Uhr am 17.12.2010. Oh, dachte ich nur, der Geburtstag deines Vaters, der zu diesem Zeitpunkt noch nichts davon wusste.

Wieder nach Hause, kaputt von Informationen und Fahrerei. Abends reden und schlafen. Ein neuer Tag.

4. Der 1. Tag X

Pünktlich um 7.55 Uhr war ich in der Onkologischen Praxis.  Frau Dr. B., sehr einfühlend, mich aber auch sachlich aufklärend über die anstehende Therapie.

Chemoplan: 4 x EC und 4 x DOC + 1 Jahr Antihormon alle 3 Wochen und 5 Jahre Antiöstrogene. (Chemo in Verbindung mit Medikamenten, die die Nebenwirkungen unterdrücken sollten).

Hier möchte ich meiner Onkologin einfach nur danken, sie hatte und hat immer Zeit für ein Gespräch.

Und dann ging es los: meine erste Chemo war am 17.12.2010. 3 Stunden lang am Tropf hatte ich hinter mich gebracht. Ich fuhr nach Hause mit dem Auto. 25 km können eine sehr lange Strecke sein. Gedanklich war ich damit beschäftigt, ob ich mich während der Autofahrt übergeben müsste und wie ich es wohl hinbekommen werde, die Tür ganz schnell auf zu machen oder den elektrischen Fensterheber zu betätigen ohne einen Unfall zu verursachen. Es passierte nichts. Mir wurde nicht schlecht, ich war so müde und habe mir erlaubt, die nächsten Tage Mittags zu schlafen.

5. Privat

Weitere Fragen traten auf. Wie und wann sag ich es unseren Kindern, meinem Vater…..? Mache ich es vor Weihnachten oder warte ich erst mal ab? Mein Mann und ich kamen überein, dass es besser ist, das Thema zu vertagen. So saß ich Weihnachten 2010 unter dem Tannenbaum, mit meinem Mann, Kindern, meinem Vater und seiner Lebensgefährtin.  Gott sei Dank stand ich die meiste Zeit in der Küche und versuchte, mich „im Griff“ zu haben, nicht zu heulen und bloß den anderen das Fest nicht zu verderben. ES WAR GRAUENVOLL, es war das schrecklichste Weihnachtsfest, an das ich mich erinnern kann.

Die Zeit ist wie im Fluge vergangen. Anfang 2011 haben wir dann gemeinsam mit unseren Kindern gesprochen und ihnen es ganz behutsam beigebracht. Danke an meinen Mann, denn ich konnte nur heulen.

Heute betrachte ich es als lustig, wie mein Mann die Kinder auf den bestehenden Haarausfall anhand einer Playmobilfigur vorbereitet hat. Er hat einfach die Haare abgemacht. Mein Sohn, damals fast 5, fand das nicht sehr witzig. Meine Tochter wurde nur ganz still, in sich gekehrt. Klar, sie war ja auch schon fast 10 Jahre alt, und sie wusste, was Krebs bedeutet. Abends im Bett gab es ganz viele Gespräche, um die Angst zu nehmen.

6. Therapie und Fiffi

Zwischen der 1. und 2. Chemo wartete ich nicht nur auf die Übelkeit, sondern auch auf den Haarausfall vergebens.

Nun kam die 2. Chemo am 7.01.2011, die ich genauso gut wie die 1. überwand.  Jedoch waren alle Hoffnungen umsonst, zu glauben, die Haare fallen ja doch nicht aus.  Ich hatte bereits vorgesorgt. Mit der ersten Chemo bekam ich gleich ein Rezept für eine Perücke. Diese hatte ich bereits zu Hause sowie meine tolle Nachtmütze und einige Kappen. Nichts überlies ich dem Zufall.

Ja, und dann fielen sie, an einem Freitag. Beim Duschen bemerkte ich im Abfluss büschelweise meine Haare liegen. Mein Entschluss stand fest, sofort am nächsten Morgen zum Friseur zu gehen. Glatze schneiden war angesagt. Und so saß ich Samstag morgens um 8.00 Uhr beim Friseur. Wider Erwarten war es auch schon um diese Uhrzeit voll. Ich musste trotzdem nicht lange warten und bat die Friseurin, meinen Kopf mit der Haarschneidemaschine zu bearbeiten. Ich merkte ihr zögern und erzählte ihr, dass sie sowieso ausfallen werden. Ich war mir selbst nur noch nicht sicher, ob ich es auch im Spiegel betrachten wollte und überlegte, ob dieser einfach zugehängt werden sollte. Während ich dann noch einmal kurze Zeit warten musste, hatte ich mich wieder gefangen.  Nein, ich bin ich, auch mit Glatze. Meine Perücke, genannt Fiffi, hatte ich dabei. Den wartenden Damen beim Friseur fielen fast die „Augen aus“. Eine wagte es, mich doch anzusprechen. Warum ich denn meine schönen langen Haare abschneiden ließe und dann auch noch so kurz. Ich antwortete kurz und knapp: „Ich habe Krebs und meine Kinder sollen meine Haare nicht auf ihrem Brot liegen haben.“ Schlagartig war der gesamte Raum still. Ein tolles Gefühl, so viele sprachlos zu sehen, mit mitleidsvollem Blick. Ich konzentrierte mich wieder voll auf mich. Es war mir total egal, was die anderen jetzt dachten oder auch tuschelten. Am selben Abend führten wir „Fiffi“ zum Essen aus. PREMIERE, sozusagen.

7. Nebenwirkungen

Vor der 4. Chemo ließ ich mir einen Port setzen. Die ambulante OP dauerte genau 10 Minuten unter Vollnarkose. Weitere 30 Minuten später durfte ich bereits nach Hause. Die restlichen Chemos bescherten mir sehr trockene Schleimhäute, ewige Müdigkeit, leichte bis starke Knochenschmerzen und mein Kurzzeit-Gedächtnis ließ zu wünschen übrig. Alles in allem habe ich es gut überstanden und die Chemo war am 11.05.2011 beendet. Nur das Antihormon lief alle 3 Wochen weiter.

8. Befund nach der Chemo

Am 18.05.2011 erfolgte die 3. Mammographie. Meinen Einwand, dass ich einen Port habe und der nicht gequetscht werden sollte, überging man einfach. Ich wurde gequetscht und es tat höllisch weh. Am nächsten Tag hatte ich blaue Flecke am Arm und am Brustkorb und einen dicken linken Arm. Bin sofort zu meiner Onkologin, kurzer Hand wurde ich dort untersucht mit dem Verdacht auf Thrombose und musste 6 Wochen lang mich selbst dagegen spritzen. Es kostete mich ganz viel Überwindung selbst zu spritzen. Aber wie es im Leben so ist, man gewöhnt sich an vieles.

Mein Gyn. sollte dann den Befund mit mir besprechen. Ich bekam nur die Info, dass der Tumor sich weiterhin stark verkleinert hat. Super Ergebnis, die Chemo hatte gewirkt. Ich wurde zum OP-Gespräch gebeten, leider war nur der „operierende“  Kollege anwesend. Mein Gyn. glänzte mit Abwesenheit. Ich war total verunsichert und ich sollte Brusterhaltend operiert werden.

Ich wollte es nicht, meine Entscheidung stand doch mit dem 1. Tag der Diagnose Brustkrebs fest.

9. Eine zweite Meinung und ein weiterer Befund

Auf Grund meiner Verunsicherung, recherchierte ich im Internet und entschied mich, eine 2. Meinung einzuholen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch kein Brustzentrum von innen gesehen, obwohl mein Gyn. ja geäußert hatte, dass er mit einem zusammenarbeiten würde?!

Also, auf in ein Brustzentrum 230 KM entfernt. Dieses hatte ich mir ausgesucht, zugleich auch eine Uniklinik. Termin war am 01.06.2011. Jetzt galt es, alle notwendigen Unterlagen zusammen zubekommen. Ein Erlebnis. Ich war der Verzweiflung nahe, da mein Gyn. mich immer wieder vertröstete. Letztendlich platze mir der Kragen und ich forderte alle Unterlagen direkt beim Pathologen und den verschiedenen Ärzten an. Nur meine onkologische Praxis, die war wieder mal hervorragend. Ich bekam eine Mappe. Die Röntgenbilder besaß ich bereits.

Ich wurde sehr herzlich im Brustzentrum empfangen und untersucht. Mein Tumor war jetzt nur noch 7 x 8 mm groß, aber es folgte der nächste Schock. Es gab einen weiteren Herd in der Größe von 4 x 5 mm. Leider hatte mir das niemand vorher gesagt. Hier empfahl man mir, es nicht stanzen zu lassen, sondern gleich in der OP den Tumor zu entfernen. Es könnte eine Teilung des primären Tumors sein oder auch ein 2er, der durch den 1. verdeckt gewesen war.

Ich stellte dem Arzt eine ganz einfache Frage, was er denn empfehlen würde, wenn ich seine Frau wäre. Er schaute mich an und sagte: „Mädel, bei deiner Brust und dem Tumor nehme ich mehr als 1/3 weg, und wenn Du meine Frau wärst, würde ich Dir sagen:  „Schatzi – wir machen sie ganz weg und bauen irgendwann mal ne neue“.“ Hierzu muss ich vielleicht erwähnen, dass ich keinen großen Busen habe und mehr als 1/3 von wenig ist wie nichts.

10. Mein Entschluss

Er bestätigte also meinen Entschluss. Ich war so erleichtert und wurde dann am 08.06.2011 operiert. Ablatio mit axillärer Lymphadenektomie Level I und II und Resektion der PectoralisFaszie. Ich hatte starke Schmerzen, aber war erleichtert, diesen Schritt getan zu haben. Bis heute habe ich ihn nicht bereut. Am 14.06.2011 wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen.

11. Ein weiterer Schock

Ein weiterer Schock: Ich sollte auch noch bestrahlt werden, da mein Tumor vor der neoadjuvanten Therapie sehr groß und sehr nah an der Thoraxwand war. Wieder ein Tiefschlag in den Magen, hatte ich doch immer zuvor gelesen, dass bei Brustabnahme eigentlich keine Bestrahlung erfolgt. Aber was sollte bei mir schon normal sein?Fäden ziehen und alles weitere, wie Nachsorge übernahm ein neuer Gyn., den ich mir zwischenzeitlich dann auch noch gesucht hatte. Ja und dann sollte ja eigentlich meine Antihormontherapie weiterlaufen.

12. Mein Schutzengel und Antihormon

Doch scheinbar, war mein Schutzengel am 08.07.2011 (OP meiner Brust auf den Tag genau 1 Monat vorher) im Urlaub. Auf dem Weg dorthin, ich war gerade 800 m von zu Hause entfernt, nahm mir ein Autofahrer die Vorfahrt und ich krachte mit 60 KM/h in die Leitplanke. Ergebnis: 2 Totalschäden, 14 Tage Krankenhaus, Pneumothorax,  mehrere Mal Lunge zusammengefallen, 2 OP’s und starke Schmerzen. Ich hatte keine Kraft mehr und sollte nun endlich die Bestrahlung anfangen. Wie denn? Aber es half ja alles nichts, meine Kinder, mein Mann und ich waren total durch den Wind, 2 x Krankenhausaufenthalt kurz hintereinander und die Kinder hatten doch den Schulwechsel vor sich. Mein Sohn kam in die Grundschule und mein Tochter sollte auf das Gymnasium.

14. Bestrahlung und Erholung

Ich musste dadurch.

Also fing ich am 29.07.2011 mit der ambulanten Bestrahlung an. Zeichnen, Strahlung simulieren etc., und los ging es:  33 Stück. 4- 5 Tage die Woche. Stress pur- 43 KM einfache Fahrt für 5 Minuten Bestrahlung. Meine Haut veränderte sich nach der Hälfte der Bestrahlung. Sie wurde bedeutend dunkler. Ich war ständig müde und mit meinen Nerven zu Fuß.

Ich nahm den Psychologen in Anspruch, der dort ansässig war. Es hat mir geholfen, mit einem Unparteiischen zu sprechen, der zuhört, mir nicht irgendetwas erklärt und keine „guten Ratschläge“ gibt, sondern nur zuhört. Der soziale Dienst dort, sprach mich auf eine anschließende Reha an. Ich überlegte lange und wollte auf keinen Fall ohne meine Kinder fahren. Die hatten ja schließlich schon lang genug auf mich verzichtet. Also wurde entsprechend der Antrag gestellt und die Bewilligung erteilt.

Am 30.09.2011 endete die Bestrahlung.

In den Herbstferien fuhr ich mit meinen Kindern zur Anschlussheilbehandlung in den Schwarzwald. Es war eine gute Entscheidung, die Kinder mitzunehmen. Ich kam verhältnismäßig erholt wieder, hatte meine Kraft aber nicht voll zurück. Ich war gelassener und das tat gut. Ich sagte Nein zu Dingen, die ich nicht wollte und tat Dinge, die ich vorher nicht gemacht hätte. Es war schon anders und ungewohnt, aber für mich gut, für andere vielleicht weniger.

15. Folgetherapie und Wechseljahre

Meine Therapie lief nun wie gewohnt weiter – alle 3 Wochen Antihormon bis April 2012 und ab Januar 2012 geplant für die nächsten 5 Jahre Antiöstrogen. Also durch die Wechseljahre mit einem Torpedo. Mir geht es dementsprechend, ich habe Schüttelfrost und Hitzewallungen, öfter Schlaflosigkeit und Knochenschmerzen, gehe 2x die Woche zur Lymphdrainage. Meine erste Nachsorge war ohne Befund, keine Metastasen und kein Rezidiv etc.

Fazit

Es war eine schlimme Zeit und ist es manchmal auch heute noch. Es kann nur vorwärts gehen. Jeder Tag ist ein neuer Tag –oder auch „heute ist mein bester Tag“ (Buch von Arthur Lassen). Gelernt habe ich daraus, öfter NEIN zu sagen, manche Dinge einfach nicht mehr so wichtig zu nehmen und bedeutet mehr auf mich zu achten. Die Erkenntnis wie stark ein Mensch sein kann, habe ich ebenfalls mitgenommen.

Ich wünsche mir und allen anderen Menschen, Betroffene oder Nichtbetroffene, dass sie sich auf ihre eigene Stärke besinnen. Es gibt immer einen Weg.

 

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